Das ist ein offenes Fenster. Es zeigt ein Kernkraftwerk in der Ferne und die Katze Mimi, die in aller Ruhe ein Schläfchen hält und dabei leise schnurrt. Es ist das Fenster eines kleinen Hauses, nicht weit vom Kernkraftwerk entfernt. Hier wohnt die Familie Meier, die gerne aus dem Fenster schaut und dabei die interessante Nachbarschaft beobachtet.
Mimi ist die Katze der Familie Meier. Sie begleitet uns durch alle Fragen und Abenteuer der Familie Meier und drückt ihr aktuelles Befinden aus. Die Familie Meier bietet Mimi ein Zuhause.
Das sind (von Rechts) Mutter Ria Meier, Louisa, Balthasar und Jana. Mimi und ihre Familie schauen viel aus dem Fenster, geniessen die Aussicht und beobachten das nahe Kernkraftwerk. Weil die Katze Mimi praktisch den ganzen Tag und die halbe Nacht auf der Fensterbank verbringt, kennt sie das Kernkraftwerk am besten. Mimi ist eine schlaue Katze und sie zeigt echte Emotionen, die von unglaublicher Ruhe und Gelassenheit bis Ärger gehen. Das sieht dann so aus:
So ergeht es Mimi, wenn sich Ria in Zeitungen und Fernsehen abenteuerliche Geschichten über die Kernkraft erfahren muss. Besonders, wenn diese Geschichten gar nicht wahr sein können. Solche Sachen ärgern Mimi bis in die äusserste Spitze ihres Katzenschwanzes! Nur Hunde bellen aus purem Unwissen den Mond an!
Aber es dauert nicht lange und Mimi beruhigt sich wieder, schnurrt ganz entspannt, denn sie weiss, wie extreme Meinungen und unbelegte Behauptungen nichts zur Lösung beitragen. Sie sind eher ein Zeichen von Intoleranz und Unwissen! Es gibt nichts Schlimmeres, als Katzen, die ihrem Hund vorschreiben wollen, wen er anzubellen hat. Pfui!
Die Menschen um Mimi haben ganz unterschiedliche Meinungen zu Kernkraft. Das ist ihr gutes Recht! Mimi wird uns in diesem Kernkraft-Portal keine hirnrissigen Geschichten auftischen, so oder so nicht. Mimi ist es wichtig, das Thema so objektiv wie möglich anzugehen. Denn Kernkraft ist nicht einfach gut oder schlecht. Kernkraft hat wie alle Formen von Energie für die Menschen positive aber auch negative Seiten. Mimi kann hier nur die Information vermitteln, die ihre Menschen benötigen, um ein eigenes Urteil zu fällen. Das ist schon schwer genug, denn die persönlichen Meinungen gehen deshalb auseinander, weil jeder Mensch ganz bestimmte Vor- oder Nachteile für sich sieht, erkennt und dann zu seinem Vorteil annimmt. Vor- oder Nachteile die auf einem einfachen „Gefühl“ gründen und oft wenig Bezug zu wissenschaftlichen Fakten der Kernphysik oder Thermodynamik haben. Manchmal verrennen sich die Menschen um Mimi in eine Art Wahn. Sie können nicht anders als dagegen sein, egal was man ihnen erklären will. Diese Menschen haben oft kein Vertrauen in die Vernunft der Menschheit. Oder sie fühlen sich einer Gruppe zugehörig, die aus Prinzip dagegen ist, weil ja alle anderen in der Gruppe auch dagegen sind. Es gibt übrigens auch Gruppen die dafür sind, einfach deshalb, weil alle anderen in ihrer Gruppe auch dafür sind. Das findet Mimi irgendwie seltsam. Wenn man etwas weiss, weil man es ehrlich studiert hat, muss man doch nicht einfach alles nachplappern, was man in seinem Umfeld so hört!
Das ist dann der Moment, wenn Mimi etwas schulmeisterlich daherkommt und die Fakten auszubreiten beginnt. Es wird nun technisch und leicht mühsam. Denn wer will denn ernsthaft sein Wissen um Kernkraft erweitern? Es ist doch alles schon längst des Langen und Breiten gesagt! Aber ich kann euch versichern, Mimi ist wirklich schlau. Sie weiss manchmal mehr als die Menschen in ihrem Umfeld. Sie ist begeistert von Kernkraft. Das ist eine Herausforderung für ihre Objektivität. Aber die Erkenntnisse sind manchmal wirklich überraschend und manch alter Atomhase muss leer schlucken, wenn er zähneknirschend erkennt: DAS HABE ICH NICHT GEWUSST! Kernkraft ist vor allem Wärme. Wenn es um ein warmes Plätzchen geht, kann man einer Mimi nichts vormachen! À propos „Plätzchen„? Wo ist meine Lasagne, JON?
Was geschieht hier eigentlich? Es geht um eine umweltfreundliche, günstige und sichere Energieversorgung mittels optimal umgesetzter Kernkraft und um die objektive Aufklärung all jener Bürgerinnen und Bürger, die genug haben von Energiestiftungen mit irreführenden Namen und politisch perversen Absichten. Sie haben genug von Politikern und Aktivisten, die über keine geeignete Qualifikation zur Beurteilung einer Landesversorgung verfügen und trotzdem meinen, die Bedeutungshoheit an sich reissen zu dürfen. Ihre aufdringliche Dauerpräsenz in der Öffentlichkeit soll darüber hinwegtäuschen, wie sie über keinerlei griffige Argumente verfügen und sich deshalb mit billigen Floskeln und lächerlicher Effekthascherei durch ihr peinliches Unwissen mogeln. Mimi und ihr Team bieten hier zuverlässige Aufklärung für ganz normale Leute, die es überdrüssig sind, in Medien haarsträubende Vorträge von Journalisten und Journalistinnen anhören zu müssen, Artikel über scheinbar gefährliche und unbezahlbare Kernkraft, triefend vor Pseudoweisheiten und davon fest überzeugt, durch die Teilnahme an einem Protestmarsch gegen AKW hätten sie das minimal notwendige Wissen und das Recht erlangt, die Kernkraft systematisch schlecht zu machen. Seit den 1960-er Jahren pflegen diese Untergangsgläubigen eine irrationale Atom- und Umwelthysterie in ihren Köpfen, die auch mit viel Toleranz und Verständnis von Kennern der Materie schon lange nicht mehr nachvollziehbar ist. Mimi räumt damit schonungslos auf und lässt es auch an der notwendigen Kritik an der Kernkraft nicht missen. Das hat selbstverständlich auch seine vollste Berechtigung.
Das Verbot zum Bau neuer Atomkraftwerke wird erst 2017 in das Energiegesetz der Schweiz aufgenommen. Den Experten war schon immer bewusst, wie dieses Technologieverbot nicht lange Bestand haben kann. Denn es ist von der Wurzel her faul und falsch! Es widerspricht weltweiten Erkenntnissen zur wichtigen, positiven Wirkung der Atomkraft für Umwelt, Versorgungssicherheit und Stromkosten.
Die Annahme dieses Energiegesetzes war nur möglich, weil die zum Thema Kernkraft ungebildete und zu panischen Entscheiden neigende Bundesrätin Doris Leuthard zusammen mit ideologisierten Beamten im Bundesamt für Energie und einer linkslastigen Schweizer Medienlandschaft das Schweizer Stimmvolk schamlos manipuliert hat.
Die Aufhebung des Verbots für neue Kernkraftwerke nur wenige Jahre nach der Abstimmung bestätigt die damals unüberlegten Schnellschüsse von Parlament und Regierung in eindrücklicher Weise. EU-Parlament und EU-Kommission haben schon im Jahr 2021 bestimmt, dass Atomkraft den Erneuerbaren in Fragen der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit gleichzusetzen ist. Bei den ewigen Atomkraftgegnern ist diese Neuigkeit nie angekommen. Hier ein paar ihrer typischen Argumente, Eines fälscher und konstruierter als das Andere:
Sie behaupten, es gäbe unter anderem keine Vorgaben dafür, dass:
„…nur Reaktoren mit nachweislich geringeren Unfall- und Abfallrisiken erlaubt sind“
Das ist eine typische Konstruktion von Pseudoproblemen, die heute gar nicht mehr diskutiert werden müssen, weil neue Kernkraftwerksprojekte genau das liefern: Mehr Sicherheit, weniger Abfall.
Die NAGRA hat im Auftrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft in den letzten 40 Jahren intensiv nach einem Endlager geforscht. Der Standortentscheid ist aufgrund der nachgewiesenen Fähigkeit für die Lagerung gefallen. Es sind ausschliesslich die Atomkraftgegner, die seither gegen jede vorgeschlagene Lösung stur ankämpfen und jede noch so sinnvolle Entsorgung und Aufbereitung der Reststoffe systematisch und ohne jeden Grund schlecht machen.
„…ohne dass die Haftung für Unfälle verursachergerecht geregelt wird…“
Wie immer und überall auf der Welt, werden Haftungsfragen und alle weiteren wichtigen Details in der Baubewilligung geregelt. Das ist in etwa das Gleiche, wie wenn Atomkraftgegner bei der Planung zum Hausbau reklamieren, der Bauherr hätte die Farbe der Badezimmerfliesen noch nicht angegeben: Das Argument ist gesucht und an den Haaren herangezogen!
„…dass beauftragte Auftragnehmer kein Atomwaffenmaterial produzieren…“
Man erkennt hier, dass die Atomkraftgegner die Produktion von Atombomben und die zivile Nutzung der Atomkraft etwas durcheinanderbringen. Atombombenfähiges Material wird in der Regel nicht in Atomkraftwerken produziert, sondern durch effizientere Anreicherung von Uran 235. Ein internationales Verbot zur Proliferation von Nuklearmaterial ist in funktionierenden Rechtsstaaten wie die Schweiz längst Standard. Man muss sich wegen der Schweizerischen Atomkraftwerke keine Sorgen machen. Atomkraftgegner wollen mit solchen Aussagen das Stimmvolk verängstigen, ein Vorgang, den die Ideologen auf jeden Fall besser beherrschen, als das Anwenden wissenschaftlicher Methoden zur Wahrheitsfindung.
„… keine Vorgaben, dass Umweltstandards beim Uranabbau gelten …“
Bisher beziehen die Schweizer AKW ihren Brennstoff vor allem aus Kanada und Frankreich. Die Umweltstandards im Uranabbau entsprechen den nationalen Vorschriften der liefernden Länder. Vorgaben für den Bezug von Uran für die Schweizer AKW sind Sache des Gesetzgebers. Beim Abbau von Seltenen Erden für ihre Windkraftwerke interessieren sich die Aktivisten nicht so sehr für die Umweltstandards im den Abbaugebieten. In China lassen sie ohne jede Kritik zu, wie ganze Landstriche mit Thorium verseucht werden, um die Seltenen Erden für Windkraftwerke und Elektromotoren zu schürfen. Wenn es um die Produktion von Erneuerbarer Energie geht, haben Umweltaktivisten ein sehr grosses Verständnis für die dadurch entstehende Umweltverschmutzung und Landschaftsverschandelung.
„… keine Angaben, dass der Nutzen für die Versorgungssicherheit belegt ist…“
Das aktuell weltweit steigende Interesse an Kernkraft ist nur dann nicht bekannt, wenn man es systematisch ignoriert. Kernkraftwerke gelten in informierten Kreisen längst als umweltfreundlich, sicher und günstig. Sie sind für ein wirtschaftliches und soziales Wohlergehender Schweiz seit Ende der 1960-er Jahre entscheidend.
Bild: Gegner von Atomkraft sind dazu verdammt, die immergleichen Steine des Sisyphos auf den Berg der ideologischen Unwissenheit schleppen zu müssen. Bis sie in seltenen Fällen erkennen, dass sie bis zu ihrer geistigen Erleuchtung lediglich einer religiösen Ersatzhandlung anheimgefallen sind.
Amerikanische KI-Firmen reaktivieren ganze Kernkraftwerke nur für den Strom zum Betrieb ihrer Rechenzentren, den sie offensichtlich nicht in genügender Menge und Qualität aus Erneuerbaren bekommen. Rechenzentren laufen sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Ich glaube, dieses Gedankenspiel ist einem Atomkraftgegner unangenehm. Deshalb den Kopf in den Sand stecken, nur um den Mitläufern auf der Demo zu gefallen, ist keine Lösung …
„… dass erneuerbare Energien nicht ausgebremst werden….“
Atomkraftgegner haben seit Generationen ein sozialistisches oder kommunistisches Weltbild. Sie können nur Planwirtschaft verstehen, lehnen blind jede Marktwirtschaft ab. Dass sich ein Windkraftwerk im Markt gegen ein Atomkraftwerk vor allem wirtschaftlich durchsetzen muss, ist für Atomkraftgegner kein Argument. Es gibt Fälle in denen Windkraft sinnvoll ist. Immer wenn es in einem Land wenig Windaufkommen hat, wie das in der Schweiz der Fall ist, muss die Energieversorgung mit zuverlässigen Anlagen sichergestellt werden. Zum Beispiel mit Wasserkraft oder Atomkraft. Es ist ein bekannter, historischer Irrtum der Atomkraftgegner, dass sie ihre Erneuerbaren seit Jahrzehnten als „vollwertigen Ersatz für Atomkraft“ verkaufen. Weil sie naturwissenschaftliche Zusammenhänge im Grunde ablehnen, und als „vollwertigen Ersatz“ dafür lieber ein schönes Märchen zusammenträumen … Atomkraftgegner verstehen sich immer als Kollektiv. Und deshalb sind ideologische Argumente meistens der Ausfluss einer kollektiven Gleichschaltung, ein Phänomen, dass abweichende Meinungen in einer Gruppe selbst bei bester Beweislage nicht straflos zulässt. Kollektiver Blödsinn eben, wer bei diesem durchschaubarem Spiel mitmacht, muss sich in einem chronischen Drogenrausch oder im Zustand vollkommen geistiger Umnachtung befinden.
Das PSI plant ein Forschungsprojekt und den Bau eines Flüssigsalzreaktors zu Testzwecken. Auf der Basis eines Verfahrens zum Bau einer „Kernanlage mit geringem Gefährdungspotenzial„. Diese Bezeichnung führt im Umfeld der Kernkrafttechnik schnell zu Unklarheiten und schreckt kritische Betrachter der Kernkraft auf. Denn im Umkehrschluss könnte der Betrachter davon ableiten, dass andere Kernanlagen ein „höheres Gefährdungspotenzial“ aufweisen. Das ist denn auch genau so. Trotzdem hilft das einem Betrachter mit durchschnittlichem Wissen über Kernkraft nicht in der persönlichen Beurteilung einer Gefahr durch Kernkraft.
Wichtig ist dabei, dass man das Gefährdungspotenzial von Kernanlagen richtig einschätzt. Geht man von extremen Standpunkten aus und verwendet Beispiele wie Kernkraftwerke Tschernobyl (Havarie am 26. April 1986, um exakt morgens um 0124) oder Fukushima Daiichi (11. März 2011, Tsunami trifft das KKW um 1527 Uhr) führt das nicht zu realistischen Beurteilungen einer Gefährdung durch Kernkraftanlagen in Europa und speziell in der Schweiz. Der Unterschied liegt in der komplett unterschiedlichen Geschichte, der Kultur, der vorhandenen Sicherheitstechnik und vor allem an der Seriosität einer Risikobeurteilung. Niemand bezweifelt heute die damalige Gefährlichkeit der havarierten Anlagen in Tschernobyl oder Fukushima. Sie würden nach der heute angewendeten Risikobeurteilung weder gebaut noch auch nur einen Tag betrieben. Nur schon die Hauptursachen dieser beiden Havarien waren von Beginn der Planung an in der Schweiz oder Europa unmöglich:
Tschernobyl: Technisch schlecht ausgebildete, von einem in Kerntechnik unerfahrenen „Ingenieur“ angeleitete Techniker führen einen schon nach damaligen Vorschriften unerlaubten Test an einem für Bedienungsfehler extrem anfälligen Reaktortyp aus, der dazu noch überkritisch ausgelegt war und in seiner tatsächlichen Gefährlichkeit von den Betreibern massiv unterschätzt wurde (positiver Dampfblasenkoeffizient [M1283] ). In dieser bereits brandgefährlichen Situation wird durch die Techniker ein wenige Tage vorher falsch eingebauter Panikschalter betätigt, der die Steuerstäbe zum Abschalten der Kernreaktion einfährt, in dieser Eigenschaft aber die wohl gefährlichste Fehlkonstruktion dieses Reaktors (kurze aber extreme Leistungserhöhung während des Einfahrens der Steuerstäbe) auslöst. Das sind nur die offensichtlichsten fünf Fehler, die seit dem Betrieb des ersten KKW der Schweiz, Beznau I technisch nicht möglich und von der Betreiberkultur niemals toleriert worden wären. Die Ursachen der Havarie und der traurige Sicherheitsstandard in Tschernobyl war damals und ist auch heute unmöglich vergleichbarmit einem Schweizer KKW. Man muss sich das vorstellen: Da betreiben sinngemäss „Schulbuben“ den damals gefährlichsten Reaktor der Welt, ziehen frisch und fröhlich Steuerstab um Steuerstab aus dem längst vergifteten Reaktor, ohne zu wissen, dass sie die minimale Anzahl Steuerstäbe längst unterschritten haben. Man kann das mit einem anderen Bild erklären: Man ziehe am Sicherungsstift einer Handgranate und wundere sich, dass man diesen Fehler nicht überlebt. Es gibt tatsächlich keine einfachere, zutreffendere Erklärung dieses unverantwortlichen Handelns der Sowjetischen Kernkrafttechniker mit dem bewussten Entsichern einer Handgranate. Der RBMK-Reaktor des Tschernobyl Blocks IV wurde durch die Fehlmanipulationen der Techniker geradezu gezwungen, zu havarieren …
Fukushima: In einer uns schwer verständlichen Sicherheitskultur auf der Basis von totaler Kritikunfähigkeit gegenüber jedem Vorgesetzten, leistet sich die Betreiberfirma Tepco den Betrieb eines Kernkraftwerks an der Küste von Japan, bekannt für seine alle ca. 30 Jahre auftretenden Tsunamis, mit der erwarteten Wellenhöhe von 15 Metern. Sie bauen das KKW 25 Meter tiefer als ursprünglich geplant, um die Anlage aus erdbebentechnischen Gründen auf festen Grund zu bringen. Für die elektrischen Teile der Anlage berücksichtigen die Planer damals einen möglichen Tsunami von 5 Metern. Es gibt allerdings keinen Hinweis dafür dass die Tieferlegung des KKW für einen Tsunami überhaupt noch berücksichtigt wurde. Während der Havarie verfügte das KKW Fukushima Daiichi weder über Abluftfilter für aerosolbildende Schadstoffe (Jod, Cäsium, Strontium) noch über Rekombinatoren des während einer Havarie entstehenden Knallgasgemisches (Wasserstoff-Sauerstoff), was dann ja auch zu eindrücklichen Explosionen geführt hat. Zu guter Letzt hat Tepco auch noch alle vorgängigen Warnungen von ausländischen Experten ignoriert, die schon Jahre vor der Havarie auf genau diese Mängel hingewiesen haben.
Diese unglaublich hohen Risiken beim Betrieb des Sowjetischen Reaktors RBMK und beim Japanischen Fukushima Daiichi vergleichen Atomkraftwerkgegner seither genüsslich mit den Kernkraftwerken der Schweiz. Es ist schlicht unmöglich, dass Greenpeace, WWF, Schweizerische Energiestiftung, die Grüne Partei und die Sozialdemokratische Partei, die allesamt seit Jahrzehnten den Schweizern ein grosses Märchen von Horrorgeschichten wie „gefährliche Risse und Löcher im Reaktordruckgefäss von Beznau“ berichten, diese Unterschiede nicht kennen würden. Risse und Löcher notabene, die sich mit einer umfassenden Studie als unkritische Aluminiumoxyd-Einschlüsse entpuppen, die seit dem ersten Guss des Reaktordruckgefässes da schon vorhanden waren. Man muss sich schon fragen, welche Motivation hinter solch falschen Behauptungen der Atomkraftgegner stehen. Wissen sie es wirklich nicht besser?
Wenn das ENSI bei uns eine Risikobeurteilung macht, sieht das etwas anders aus. Definieren die Schweizer Kernexperten ein Risiko, dann kommt das ganz seriös und wissenschaftlich transparent daher: Zuerst mal die mathematische Formel, die sie anwenden:
∑alle Störfälle(H(i) des Störfalls (i) wenn Dosis (i) > 1 mSv) ≤ 10-6 /y
Das bedeutet aufgeschlüsselt: Die Summe der Häufigkeiten aller schweren Störfälle darf maximal einmal in einer Million Jahren auftreten und dabei die Umgebungsbevölkerung mit maximal einem Millisievert (ein tausendstel Sievert) belasten. Das gilt für Anlagen mit „geringem Gefährdungspotenzial„. Betreiber müssen dieses Kriterium vor der Bewilligung wissenschaftlich nachweisen, dann ist eine Rahmenbewilligung in diesem Fall nicht nötig.
Ein von Atomkraftgegnern oft gefordertes „Null-Risiko“ ist wissenschaftlich für keine menschliche Tätigkeit nachweisbar. Mit obigem Nachweis der Belastung der Umgebungsbevölkerung mit maximal einem Millisievert in einer Million Jahren Betrieb kommt man aber sehr nahe an diese Forderung heran. Dieser eine Millisievert über der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz von ca. 2 Millisievert ist absolut vernachlässigbar. Es ist absehbar, dass die Atomkraftgegner auch aus diesem Nichts problemlos noch mehrere tausend Todesfälle pro Jahr hineininterpretieren. Für die Atomaktivisten ist das längst keine Frage der Wissenschaft mehr. Die Atomkraftgegner pflegen eine kranke Ideologie, die es seit 60 Jahren nicht schafft, wissenschaftlich fundierte Argumente für eine Gefährlichkeit von Kernkraft vorzulegen. Um diesen Umstand zu vertuschen, überfluten sie uns gerne mit „wissenschaftlichen Studien„. Keine davon hat je einer tieferen Prüfung standgehalten.
Die von mir vorgeschlagenen neuen Reaktoren sind ebenfalls Flüssigsalzreaktoren. Solche Reaktoren wurden schon seit den 1990- er Jahren gebaut und stehen kommerziell in Russland seit 2016 in Betrieb. Sie wurden in Zusammenarbeit mit westlichen Kernforschern, darunter das Schweizer PSI entwickelt. Die Reaktoren des BN-800 und BN-1200 haben das Potenzial, „inhärent sicher“ zu sein. Sie kommen wahrscheinlich nicht ganz an die Bedingungen des ENSI für „Kernanlagen mit geringem Gefährdungspotenzial“ heran. Man muss sich aber im Klaren sein, dass die einmalige Überquerung eines Fussgängerstreifens statistisch das millionenfach höhere Risiko darstellt, als moderne Kernanlagen. Wenn wir also sehr ängstlich sind, würde es wohl mehr Sinn machen, die Fussgängerstreifen abzuschaffen, oder eher die Kernkraftwerke? Diese Errungenschaften einer zivilisierten Gesellschaft sind beide sehr sinnvoll, die Kernkraftwerke sind einfach noch um Faktoren sicherer als das statistische Risiko beim Überqueren eines Fussgängerstreifens.
Schweizer Kernkraft ist millionenfach sicherer, als die einmalige Querung eines Fussgängerstreifens
In der Debatte um die Aufhebung des Neubauverbots zeichnet sich eine zunehmend einseitige Betrachtung der Baukosten ab. Es handelt sich um den letzten Strohalm der Atomkraftgegner in ihrem Kampf gegen Windmühlen in der Form von Kernkraftwerken. Die Wissenschaft wird von beiden Seiten gerne bemüht, ihr vermeintliches „Wissen“ einer breiten Öffentlichkeit kundzutun. Es zeichnet sich seit Jahrzehnten ab, dass gerade die Wissenschaft nicht objektiv berichten kann. Es ist Agendawissenschaft, wenn Wissenschaftler nicht die Fakten, sondern ihre ganz eigene Ideologien als Basis und Agenda verwenden und ihre Reputation als „Wissenschaftler“ schamlos für politische Propaganda missbrauchen.
Nicht überraschend agieren auch in den Akademieen der Wissenschaft Schweiz solche Geister. Mit dem heuchlerisch akademisch verpackten Bericht mit dem Namen „Wieviel könnte ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz kosten […]?“ versucht Dr. Urs Neu mit äusserst umstrittenen Zahlen und wenig nachvollziebaren Fakten die Kosten eines neuen Kernkraftwerkes auf sagenhafte 43 Milliarden CHF zu hebeln. Die Absicht dahinter ist klar: Den Wählern soll damit die Angst vor massiven Kostenüberschreitungen beim Bau eines neuen Kernkraftwerks eingepflanzt werden, ein Argument, das direkt aus der Küche der gut organisierten Atomkraftgegner kommt und von diesen bei ihren gleichgeschalteten Pseudowissenschaftlern der Umwelt- und Klimabewegung immer wieder mal bestellt werden. Die Resultate sind oftmals erbärmliche „Studien“, deren Aussagekraft sich auf reine „Polit-Propaganda“ beschränkt. Wissenschaft ist das Letzte, was solche Studien in die Gesellschaft tragen wollen. Denn Wissen ist Gift für die schwachen Argumente der Umweltaktivisten. Zu ihrem Glück wird es kaum soweit kommen, dass sich eine spürbare Verbesserung bei der Informationslage in der Stimmbevölkerung zum Thema Energieversorgung einstellt. Dafür sorgen die Leitmedien wie das Schweizer Fernsehen oder die Deutschen Fernsehnachrichten zuverlässig. Sie halten die Bevölkerung in einem gewollt narkotisierten Zustand: Bildung ist nicht nötig, seichte Unterhaltung ist viel wichtiger für die Werbeeinnahmen. Bücher, die diesen Zustand umfassend aufzeigen gibt es längst [L1176], kaum jemand scheint sich dafür zu interessieren, wie uns diese Plattformen über gewisse Themen entweder falsch, einseitig oder gar nicht informieren. Der Filter dazu ist einfach definiert: Alle linken Themen wie Atomkraft, Migration und Verteidigung werden in den Redaktionen der deutschsprachigen Tagesschauen sorgfältig darauf geprüft, dem politischen Gegner weder direkt noch indirekt zu helfen. Manchmal hat man den Eindruck, die Redaktionen würden einfach die Pressemitteilungen von Greenpeace, WWF, Schweizer Energiestiftung und Grüne Partei vortragen. – Ungeprüft und unter systematischer Auslassung einer möglichen, „alternativen“ Meinung dazu.
Der ehemalige Leiter der Abteilung Kernkraftwerke des ENSI, Dr. Georg Schwarz hat die „Studie“ detailliert analysiert und kommt mit der Veröffentlichung der Analyse am 2. Oktober 2026 zum Schluss:
„Das gesamte Narrativ des Akademieberichts erweist sich als darauf ausgerichtet, eine maximale Kostenlast für zukünftige Kernkraftwerksneubauten in der Schweiz zu konstruieren.“
Die NZZ veröffentlicht dazu bereits am 6. September 2026 einen Artikel aufgrund eines nichtöffentlichen Briefes von sieben ETH-Professoren, die diese Studie ebenfalls scharf kritisieren. In diesem Brief werfen sie dem Studienleiter Urs Neu und den Akademieen der Wissenschaft Schweiz massive Verstösse gegen wissenschaftliche Standards vor:
Der ehemalige ETH-Präsident Lino Guzzella hat den Brief nicht unterschrieben, kann den Frust der Kernforscher aber nachvollziehen: «Die Studie weist methodische Schwächen auf und entspricht nicht meinem Verständnis von wissenschaftlichen Arbeiten.»
Dem Brief der sieben ETH- und EPFL-Koryphäen ist laut NZZ zu entnehmen, die Untersuchung sei das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde. Die Liste der monierten Mängel ist lang. So sei «nicht nachvollziehbar» und «unklar», wie die 43 Milliarden Franken überhaupt berechnet worden seien. Es sei nicht transparent, welche Annahmen zu einer solch hohen Zahl geführt hätten. Die Experten klagen, der Wert habe sich in der Debatte fälschlicherweise bereits als «wissenschaftlich belastbare Kostenschätzung» etabliert. Dabei sei er «unhaltbar». Wenn man anerkannte Modelle anwende, komme man zu viel tieferen Beträgen. Fazit der professoralen Kritik: «Selbst unter pessimistischen Annahmen» sei ein so hoher Betrag von 43 Milliarden nicht herzuleiten.
Jean-Marc Piveteau, Präsident der Akademie der Naturwissenschaften muss einen peinlichen Fehler einräumen. Wegen eines «Tippfehlers» stehe eine falsche Zahl in der Publikation, und so sei die Herleitung der Zahl nicht mehr ganz klar. Solche Studien, die dann nach der Veröffentlichung korrigiert werden müssen, kennen wir aus den ersten alarmistischen Klimastudien: Bei genauerer Analyse entpuppen sie sich oft als mit falschen Zahlen, Methoden und mangelnder Wissenschaft ausgeführte Pamphlete von „Ideologen im Wissenschaftlichen Schafpelz„.
Der Entwurf sei gemäss Dr. Urs Neu mit den zehn Expertinnen und Experten der Energiekommission der Akademien und externen Fachleuten ausführlich diskutiert und überarbeitet worden. Einfachheitshalber ist Dr. Urs Neu gleich Mitglied und sogar Präsident dieser Kommission. Er hat demnach mindestens teilweise mit sich selber über seinen Report diskutiert.
Mindestens Dr. Urs Neu ist in der Branche als Atomkraftgegner bekannt. Es ist anzunehmen, dass seine Kollegen und Kolleginnen in der Kommission in einer Mehrheit ebenfalls Atomkritiker sind. Das wäre in Ordnung, wenn es dazu eine Deklaration geben würde. Gibt es aber nicht. Der Bericht ist reine Agendawissenschaft.
Es gibt dazu viele auch seriöse Studien zu den Kosten von Kernkraftwerken. Es ist aber gar nicht sinnvoll, auf den Baukosten herumzureiten. Denn innert der Laufzeit eines grossen Kernkraftwerkes (heute 80 Jahre) wird dermassen viel günstiger Strom von hervorragender Qualität produziert, ist die Versorgungssicherheit dermassen hoch, dass die Baukosten am Ende niemanden mehr interessiert. Es ist viel Geld, aber mit Geld alleine kann man keine Energieversorgung ersetzen. Man muss damit schon etwas „erschaffen“.
Die OSZE rechnet mit Baukosten von rund 13 Milliarden CHF, allerdings für ZWEI Kernkraftwerke in der Schweiz.
Die Baukosten müssen in Relation zu einer zukünftigen Leistung / Strommenge gesehen werden. Man kann nicht Ein Apfel (1 Smal and Medium Reactor) mit einer ganzen Kiste Birnen (1 Grosser Kraftwerkskomplex wie Hinkley Poin C) vergleichen.
Economie Suisse zeigt in einer Dokumentation auf, dass die Subventionen für Windkraftwerke und Solarmodule wesentlich teurer zu stehen kommen, als Subventionen für neue Kernkraftwerke.
Die Kosten für Regelenergie im zunehmend volatilen Stromnetz, die mehrere Hundert Millionen Franken pro Jahr ausmachen und zu einem erheblichen Anteil durch die Erneuerbaren Wind und Solar verursacht werden, können einzelnen Energieträgern nicht klar zugrechnet werden, sind nicht durch die Kernkraftwerke verursacht. Kernkraftwerke im Netz stabilisieren das Stromnetz und gleichen die enormen Schwankungen aus. Dieser technische und finanzielle Vorteil der Kernkraft gegenüber den Erneuerbaren muss in die Kostenrechnung zum Neubau eines KKW mit einfliessen. Er verbessert die Argumentationslage zu Gunsten der Kernkraft erheblich.
Ein neues KKW ist für die Schweiz wie ein grosses Sparschwein. Alle werfen ein paar Fränkli rein und raus kommt am Ende eine wunderbare Menge, feiner, sauberer und sicherer Energie. Für ALLE, auch für die Atomkraftgegner! Damit wir es auch in Zukunft schön warm bei uns haben, genug Energie für die Wirtschaft vorhanden ist und die ewigen Angsthasen und Zögerer endlich ihre ideologischen Scheuklappen ablegen können.
Atommüll, also Abfallprodukte aus der Kernindustrie ist eine wertvolle Resource für verschiedene, hochwertige Materialien, die in der Industrie dringend gebraucht werden. An der sogenannten „Transmutation“ arbeitet die Nuklearwissenschaft schon lange. Die Technologie wird noch nicht oft eingesetzt, was vor allem am unwissenschaftlich-ideologischen Widerstand der Atomkraftgegner liegt. Seriöse Wissenschaftler sehen darin eine grosse Chance. Zum Beispiel forscht das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mit dem Projekt „MaLaR„, an verschiedenen Verfahren, wertvolle Metalle aus dem Atommüll zu rezyklieren. Der Auftrag dazu stammt von der Europäischen Union.
Es ist nur folgerichtig, dass das Volumen und die Zusammensetzung von Atommüll durch das Rezyklieren geringer und oftmals auch ungefährlicher wird. Mit einem dazu geeigneten Verfahren kann Atommüll derart verändert werden, dass die Endlagerung wesentlich unkritischer erfolgen kann. Die dazu benötigten Reaktoren sind längst etabliert. So arbeitet der russische BN-800 bereits seit 2015 kommerziell und in Amerika hat der allererste Reaktor dieser Art, der IFR (Integral fast reactor) schon 1984 seine Geburtsstunde gehabt. Doch dieses System wurde durch politischen Druck von Amerikanischen Atomkraftgegnern unter Präsident Bill Clinton an der Weiterentwicklung gehindert. In typischem Widerspruch jeder linken Regierung zum Thema sinnvolle Energieproduktion in 1994 verlieh der damalige Energieminister O’Leary den führenden IFR Wissenschaftler mit dem Preis von $10,000 und einer Goldmedaille mit der Begründung, dass seine Arbeit zur Entwicklung der IFR-Technologie „erhöhte Sicherheit, eine effizientere Brennstoffnutzung und weniger radioaktiven Abfall“ ermöglicht habe.
In der Schweiz wächst die Absurdität der Argumente von Atomkraftgegnern gerade beim Thema Atommüll längst in den Bereich „systematisch abenteuerliche Märchenerzählungen„: Sie lehnen Atomkraft ab, weil es damit „viel gefährlichen Atommüll“ gibt. Die Wideraufbereitung des Atommülls zur Reduktion von Volumen und Gefährlichkeit lehnen sie aber auch ab, „…weil dabei Radioaktivität entweicht…„. Auf der Seite „ausgestrahlt.de“ behaupten die deutschen Atomkraftgegner keck:
Die Idee basiert auf Prozessen, die in der Theorie bereits seit Jahrzehnten bekannt sind. Auch langjährige Forschung hat sie aber einer Umsetzung nicht näher gebracht. Dies liegt sowohl an technischen Hürden als auch an grundsätzlichen physikalischen Grenzen.
Atomkraftgegner lesen aus Prinzip nur Studien, lesen nur diejenigen Bücher und zitieren ausschliesslich diejenigen „Wissenschaftler“, die ihnen nach dem Mund reden. Diese sinnlose Realitätsverweigerung bei Atomkraftgegnern ist Arttypisch. Sie können einfach nicht anders als vor jeder praktischen Lösung den Kopf in den Sand stecken und darauf hoffen, dass ihre seltsamen Sprach- und Glaubenskonstruktionen von irgendjemandem als bare Münze genommen werden.
Im September des Jahres 2010 erstellt das Eidgenössische Nuklearsicherheistsinspektorat ENSI ein umfangreiches Gutachten zum neu geplanten KKW Beznau. Das neue KKW wollte ein Leichtwassermodulierter Reaktor mit einer elektrischen Leistung von 1’450 Megawatt bekommen. Lieferant und Reaktortyp sollte in einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Der Kühlturm wäre in einer sehr landschaftsverträglichen Weise gebaut worden. Anstelle eines dominanten passiven Kühlturms wie bei Gösgen oder Leibstadt wäre beim neuen KKW Beznau ein geschlossenes Kühlsystem mit einem Hybridkühlturm gewählt worden. Der lediglich noch 60 m hohe Kühlturm arbeitet nach dem Prinzip der kombinierten Nass-/Trockenkühlung mit einem mittels Ventilatoren erzwungenen Luftstrom. Dabei wird der feuchte Luftstrom aus dem Nassteil des Kühlturms mit einem zweiten Luftstrom aus dem Trockenteil des Kühlturms vermischt und erwärmt. Bei diesem Kühlsystem stellt die Umgebungsluft die Hauptwärmesenke dar, benötigt aber auch zusätzliche Energie für die Ventilatoren.
Alleine dieses neue KKW würde die Stromversorgung der Schweiz massiv stabilisieren. Der nationale Einsatz vieler Wärmepumpen für die Heizungen und zuverlässiger sowie günstiger Strom für die Elektrifizierung der Mobilität wären Sommer und Winter in genügendem Umfang vorhanden. Würde man die Abwärme des neuen KKW im ähnlichen Umfang in der Region als Heizwärme verteilen (REFUNA), würde sich die Effizienz (Wirtschaftlichkeit) und Effektivität (Wirksamkeit) noch einmal erhöhen. Alternative Energiequellen sind in jedem Fall teurer, unzuverlässiger und auf keinen Fall sicherer.
Alternative Brutreaktor
Zum Zeitpunkt der Gesuchstellung im Jahr 2010 war das Konzept des neuen KKW Beznau (Ersatzkernkraftwerke Beznau EKKB). Topaktuell. Man könnte dieses Projekt einfach aus den Schubladen holen und sofort mit der Realisierung beginnen. Dazu braucht man vor allem politischen Willen. Nach OSCE – Angaben wäre so ein Kernkraftwerk für ca. 6 Milliarden CHF zu haben.
Als Alternative schlage ich allerdings einen Brutreaktor vor, wie ihn die Russen schon seit vielen Jahren erfolgreich und sicher betreiben. Der BN-800 ist in der Lage, mit alternativem Brennstoff und aufbereiteten Brennstäben aus Atommüll zu funktionieren. Die höhere Wärmeerzeugung eines Brutreaktors erlaubt die interessante Nutzung der Abwärme für die Herstellung z.B. von Wasserstoff für die umweltfreundliche Herstellung von Treibstoff für Verbrennerfahrzeuge oder allgemeiner gesagt, die Anwendung Thermochemischer Verfahren zur besseren Ausnutzung der aus Uran umgewandelten Energie. Die gesamte Energiebilanz eines solchen Reaktors ist noch wesentlich besser als die von konventionellen Reaktoren wie Leibstadt oder Gösgen.
Neue Kernkraftwerke scheinen es in der Schweiz nicht nur aus politischen und ideologischen Gründen sehr schwer zu haben. Projekte werden oft auch durch das globale Geschehen verhindert. Im Falle des nie gebauten Kernkraftwerks „Kaiseraugst“ geschah in den Tagen der endgültigen Entscheidung die Atomhavarie im Ukrainischen Pripjat mit dem Namen „Tschernobyl“. Auszug aus dem Buch „Entwarnung“:
28. April 1986: An der 12. ordentlichen Generalversammlung der KWK strahlt der in seinem Amt bestätigte Präsident Eugène Tappy Optimismus aus. An der Umsetzung und Realisierung des AKW Kaiseraugst zweifeln nur noch wenige. Am Nachmittag des gleichen Tages verbreiten sich erste Gerüchte, es habe sich ein schwerer Reaktorunfall in Europa ereignet. Ein Schwedisches Atomkraftwerk in der Nähe von Stockholm wird abgeschaltet, weil sich in seiner Umgebung auffällig hohe Strahlung nachweisen lässt. Erst Nachprüfungen vor Ort zeigten, dass die Strahlung nicht aus Schweden stammen kann.
Was in der Folge dieser grossen Atomhavarie in Europa geschah, ist Geschichte: Die Atomkraftgegner laufen weltweit zu einer nie gesehenen Höchstform auf, weil sie nun glauben, sie hätten den endgültigen Beweis der Gefährlichkeit von Kernkraft erbracht. Das übliche Spiel der Linken Angstmacherei beginnt. Es ist das immergleiche Spiel, das nichts mit Fakten oder Wissenschaft zu tun hat. In der Folge entstehen die bekannten Vorurteile und die simple Vergleichung aller Kernkraftwerke mit diesem einen mit dem Namen Tschernobyl. Typisch ist dabei, wie Atomkraftgegner unfähig sind zu differenzieren zwischen sicheren KKW und unsicheren KKW. Westliche KKW haben mit Beginn der Arbeiten eine höhere Sicherheit schon während der Planungsphase erreicht. Das KKW Tschernobyl verfügte über einen hochgefährlichen Reaktortyp, wie er im Westen aus Sicherheitsgründen nie zum Einsatz kommt. Die katastrophalen Betriebsumstände in Tschernobyl waren damals bis heute im gesamten Westen unerreicht. Das spielte für die KKW Gegner aus dem Westen keine Rolle, ohne jegliche Fakten zu kennen, schreien sie noch heute den gleichen Unsinn wie damals in die Welt hinaus. Politiker aus allen Lagern sind heute in Physik so ungebildet wie damals. Bevor ein einziger Untersuchungsbericht über die Havarie vorliegt, werden sofort alle Kernkraftwerke der Welt in den gleichen Topf geworfen, weil praktisch niemand in den Medien und der Politik in der Lage ist, objektiv zu urteilen oder berichten zu können.
In den Jahren nach Tschernobyl hat die unbegründete Generalablehnung gegen die Kernkraft stetig abgenommen, die bestehenden KKW Beznau, Gösgen, Leibstadt haben gut und sicher funktioniert. Das lässt die Bevölkerung in einer Mehrheit wieder zur energetischen Vernunft zurückkehren. Ein neuer Anlauf für weitere Kernkraftwerke in der Schweiz wird nun in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends angestossen. Bei den bestehenden KKW Mühleberg, Gösgen und Beznau sollten drei neue, grössere KKW entstehen. Private Unternehmen haben die Planung begonnen und mit umfangreichen Gesuchen um eine „Rahmenbewilligung“ an das ENSI den Stein ins Rollen gebracht. Die Gesuche Mühleberg [B3067], Beznau [B3066] und Niederamt [B3065] (Gösgen 2) wurden durch das ENSI begutachtet und zur weiteren Umsetzung an den Bund empfohlen. Und wieder sollte dieses Unterfangen von einer globalen Krise behindert werden: Am 11. März 2011 findet vor der Region Tohoku ein unterseeisches Erdbeben der Stärke 9.0 statt und zerstört in der Folge mit zwei teils 15 Meter hohen Tsunamis die gesamte Infrastruktur des Japanischen KKW Fukushima Daiichi. Die Atomkraftgegner spüren sofort den gleichen Aufwind, wie bei Tschernobyl, die Politiker reagierten zumindest im deutschsprachigen Europa genau gleich hysterisch und sinnlos, wie 1986. Der Druck der Atomkraftgegner auf die Politiker steigt, die Medien schüren Angst und unterstützen den politischen Druck zur Abschaltung aller Kernkraftwerke in Europa: Textauszug aus dem Buch „Entwarnung“.
Doris, hier noch im Vorstand eines Atomkraftbetreibers
In der Schweiz habe Bundesrätin Doris Leuthard die Gesuche um den Neubau von weiteren AKW sistiert. «Bis zu einer Wiederaufnahme der Verfahren soll das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat den Unfallhergang in Japan analysieren und Schlüsse für die Schweiz ableiten.» Ausserdem ordnet sie eine vorzeitige Sicherheitsüberprüfung für alle Atomkraftwerke an. Das würde den für das Jahr 2012 erwarteten Entscheid verzögern. «Während die betroffenen Stromkonzerne den Entscheid mit zurückhaltendem Verständnis taxierten, sehen sich SP und Grüne in ihrem Ruf nach einem Atomausstieg bestärkt. Auf bürgerlicher Seite wird die Aussetzung der Verfahren als «überhastet» kritisiert, da Erkenntnisse aus dem Unfall in Japan auch im laufendenVerfahren hätten berücksichtigt werden können.»
Als Energieministerin hat Doris Leuthard nach „Fukushima“ und vor lauter Panik damals auch „vergessen„, ihre Mitminister für die eigenmächtige Sistierung der neuen KKW-Gesuche um Rat zu fragen. Sie mutiert jeden Rat der Vernünftigen ignorierend und total charakterlos von Sauline zu Pauline und findet Windkraftwerke auf jedem Hügel der Schweiz nun plötzlich ganz in Ordnung. Die vielen Atomkraftgegner in ihrem politischen und wohl auch privaten Umfeld haben sie überzeugend weichgekocht. Das bekannte „Stockholm-Syndrom“ wirkt bei Doris nachhaltig. Noch im Jahr 2026, längst als Energieministerin zurückgetreten, wird sie den unkritischen Medien beteuern, dass das die einzig richtige Entscheidung war. Auch hier verhält sie sich ganz gleichgeschaltet, wie ihre deutsche Mentorin, die deutsche Alt-Kanzlerin Angela Merkel. Doris ist eben doch ein Schätzchen – zumindest aus der Sicht der Atomkraftgegner, den Linken und den Grünen. Denn Doris war brav gläubig und hat genau die Anweisungen ausgeführt, welche die Atomkraftgegner als „moralisch richtig“ belohnen. Danke Doris!
Die reuige Magistratin wird von den Lieben und Guten für ihren Wankelmut sehr geschätzt
Ohne jegliche Grundlage aus den vielen Untersuchungsberichten zu Fukushima Daiichi, die auch hier wieder den absolut chaotischen und hochrisikobereiten Betrieb eines weit entfernten KKW belegen, basteln die meisten Medien, die Grünen, Linken und ihre Atomkraftgegner das wunderschönste Lügengebilde gegen die Atomkraft. Zwei Wochen später fallen auch die bürgerlichen Politiker der Schweiz um. Doris Leuthard kopiert ihr grosses Vorbild der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Entscheid, keine neuen Atomkraftwerke mehr zu bauen. Der neue Kernkraftboom ab 2021, der selbst die EU dazu bewog, Kernkraft als „Sichere und umweltfreundliche Energie“ zu bezeichnen, straft Doris Leuthard und Angela Merkel in ihren vorschnellen Entscheiden lügen. Beide Politikerinnen scheinen nicht im Ansatz zu ahnen, welchen Schaden sie mit ihrer krankhaften Anerkennungssucht an ihren Nationen verursacht haben. Die aktuelle deutsche Energieministerin, Katharina Reiche, bezeichnet den Atomausstieg der Generation Merkel/Leuthard als «schwere Fehlentscheidung».
Die Diskussion um neue Kernkraftwerke ist im Jahr 2026 wieder Thema im Schweizerischen Bundesparlament. Das Neubauverbot von 2017 wird aufgehoben. Die Atomkraftgegner ergreifen erwartungsgemäss das Referendum und sind bereits wieder am lügen, mauscheln und konstruieren. Das Referendum zum Parlamentsentscheid zu Gunsten neuer KKW in der Schweiz wird wohl abschliessend darüber entscheiden, ob die Schweiz wieder zurück zur energetischen Vernunft kommen kann. Bis zur nächsten Atomhavarie, die NICHTS aber auch gar nichts mit der Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke zu tun hat …
Auf dem Bild ganz vorne steht Otto mit seinen Freunden von der Anti-Atom-Szene. Seit vielen Jahren ist er überzeugter Gegner von Kernkraft. Mit seinen vielen Kollegen, die alle das Gleiche denken über Atomkraft, kämpft er immer wieder gegen deren zivile Nutzung. Ottos Freunde haben grosse Angst davor und bedienen sich gegenseitig mit Horrormeldungen aus längst vergangenen Zeiten. Es ist für alle Freunde Ottos absolut undenkbar, dass sie in der Atomkraft je etwas Gutes finden könnten.
Sie erzählen sich schaurige Geschichten von Orten wie Tschernobyl oder Fukushima. Dort habe es viele Tote, Verletzte gegeben, die Strahlung würde ewig andauern und es würden heute noch jedes Jahr viele Millionen Menschen daran sterben. Die Teilkernschmelze auf der Insel Three Mile Island 1979 zitieren sie in ihrem liebsten Buch mit dem Titel „Das Greenpeace Handbuch des Atomzeitalters“ [L1022, Seite 291] noch im Jahr 1989 mit der Aussage „Die Menschen hier sterben wie die Fliegen„.
Obwohl das Buch die Belege dazu offen lässt, und obwohl kein offizieller Untersuchungsbericht auch nur einen Toten erwähnt, können Ottos Freunde seither einfach nicht mehr richtig glücklich sein. Das sieht man ihnen schon von Weitem an. Ihre eigenen Kinder und Kindeskinder haben sie mit diesem Missmut angesteckt.
Ottos und seiner Freunde Ansichten sind unabänderlich. Sie müssen sich auch gegenseitig immer wieder beweisen, dass sie das alles kollektiv schlecht finden. Denn sonst müssten sie sich die Freundschaft aufkündigen und alle Andersdenkenden als „Faschisten“ bezeichnen. Otto reitet wie seine Freunde, geistig blockiert und ahnungslos auf einem toten Pferd. „Von diesem kalten Rücken lass‘ ich mich nicht vertreiben“ und denkt dabei spontan an den Suppenkaspar seiner Kindheit, der das ja auch so gesagt hat, zumindest was das Essen seiner Suppe betrifft. Aber bei der Atomkraft, da ist Otto absolut unbeirrbar der Meinung, wie er ganz genau weiss, dass das eine schlechte Sache ist.
Otto hat einen Abschluss in Germanistik. Viele seiner Studienkollegen sind exakt seiner Meinung zu Kapitalismus und Atomkraft. Manchmal hört Otto, dass es doch tatsächlich Menschen gäbe, die Atomkraft etwas Gutes, ja sogar als etwas absolut Notwendiges erachten. Diese seine Ansichten hat Otto nun schon seit der Studienzeit. Obwohl bei ihm und seinen Freunden immer wieder mal auch positive Nachrichten zu Atomkraft durchsickern, hält er daran fest, dass die Befürworter nur böse Absichten hegen würden.
Bei einer seiner vielen Demos trifft er Lise. Sie ist promovierte Physikerin und hat Otto schon als Kind in der gleichen Primarklasse kennengelernt. Sie hat sich spezialisiert und wurde – Otto ist entsetzt – eine echte Kernphysikerin. Wie kann man nur – denkt sich Otto, aber insgeheim bewundert er Lise für ihren interessanten Beruf. Lise ist auch etwas verwundert darüber, wie Otto sich so grundsätzlich gegen Kernkraft wehrt. Sie kann das auch gar nicht verstehen. Denn Lise kennt die zivile Kernkraft sehr gut und findet sie wichtig für die Gesellschaft. Angst hat sie davor überhaupt keine. Nicht die Spur, sie weiss ja ganz genau, was da so läuft …
Lise war schon früher immer für ein kleines Spässchen zu haben und lädt Otto zu sich ins Kernkraftwerk ein. Er müsse keine Angst haben, es könne nichts passieren. Zuerst zeigt sie ihm den Reaktor und die Brennstäbe, die durchs Wasser schönes, blaues Licht verstrahlen. Es sei die „Tscherenkov-Strahlung“. Natürlich sei das hier schon etwas gefährlich, denn ohne Wasser zwischen sich und den Brennstäben wäre der Ort hier tödlich. Heimlich zieht sie nun eine bläuliche Neonlampe aus der Ecke und sagt zu Otto: „Schau mal hier ist so ein Brennstab, ist doch was schönes, nicht?“ Otto zuckt zusammen und sieht sich bereits am Ende seines jungen Lebens.
Aber schon bald kann sie das Lachen nicht mehr zurückhalten und erklärt Otto, dass das natürlich kein echter Brennstab sei. Otto findet das nicht sehr lustig, beginnt aber langsam zu erkennen, dass es neben der festgefahrenen Meinung seiner Demo-Freunde auch noch eine andere Wahrheit geben könnte. Lise erklärt Otto nun des Langen und Breiten, dass moderne Kernkraftwerke alles andere als gefährlich seien. Otto versteht noch nicht so richtig. Aber wenn er Lise bei ihrer Arbeit beobachtet, schmilzt seine Angst vor Atomkraft wie Butter in der Wüste.
Lise trifft sich von da an noch öfter mit Otto. Ottos Demo-Freunde munkeln schon, Otto habe sich in Lise verguckt und würde seither nicht mehr so „bei der Sache sein“. Otto sieht mit Lises Hilfe bald ein, dass er von seinem toten Pferd absteigen sollte. Lise hilft ihm dabei gerne.
Otto und Lise sind älter geworden. Ihre Kinder sind schon ein paar Jahre alt. Otto nimmt es nicht mehr so streng mit den extremen Ideologien seiner Jugend. Lise und die beiden Kinder sind darüber ganz froh …
In der Diskussion um Radioaktivität wird gerne pauschal geurteilt. Solch pauschale Vorurteile sind für die Beurteilung nicht förderlich. Weder Übertreibung noch Verharmlosung bringen den Betroffene irgendeine sinnvolle Erklärung, wenn man dabei nicht bewusst differenziert. Sehen wir uns das mal etwas strukturiert an:
Radioaktive Strahlung ist sehr gefährlich
Radioaktive Strahlung ist absolut ungefährlich
Das sind die beiden Extreme in der Diskussion. Überzeugte Atomkraftgegner glauben fest daran, dass Strahlung auch in kleinsten Mengen gefährlich ist. Die Befürworter von Atomkraft glauben fest, dass Strahlung z.B. von Kernkraftwerken absolut ungefährlich ist – man sieht hier gut, wie diese Aussagen beide nichtssagend und wenig informativ daherkommen. Niemand kann damit etwas Handfestes anfangen ausser „daran glauben“. Solche Aussagen muss man gar nicht erst in die Welt setzen, ausser wenn es der Absicht entspricht, ideologisch zu argumentieren, weil man keine wissenschaftlich fundierten Angaben darüber machen kann. In beiden Fällen ist das in Medien, und in Kreisen von Befürwortern oder Gegnern oft der Fall. Solch platte Aussagen sind aber doch ein abschliessender Beweis für Unwissen, Rechthaberei und Ideologie. Nichts davon bringt die Gesellschaft auch nur einen Jota weiter. In der Welt der Kernkraft muss man einfach mehr wissen, als „Atomkraft, nein danke!“
Beide pauschalen Aussagen sind für sich genommen nicht ganz UNRICHTIG. Um diesen Aussagen einen Sinn zu geben, muss man sie umformulieren: „Wann, unter welchen Umständen ist radioaktive Strahlung gefährlich – oder eben ungefährlich?“ Wir erkennen jetzt schnell, dass diese Diskussion nicht ohne Belege, Nachweise und gut überlegte Argumente funktioniert. Wer sich z.B. strikte weigert, Begriffe wie „Sievert, Gray, REM“, „nano-, mikro- milli-„, „Mega- Giga- Tera-„Alpha-, Beta-, Gammastrahlung“, „Kilowattstunde, Kilowatt“ und die minimale Kenntnis physikalischer Regeln der Thermodynamik wenigstens oberflächlich zu begreifen, – der hat keine Chance diese komplexen Zusammenhänge in eine gültige Aussage zu bringen. Versuchen wir doch einmal so eine differenziertere Aussage zu verstehen:
Radioaktive Strahlung von mehr als 2 Sievert ist sehr gefährlich
Radioaktive Strahlung von 20 Millisievert ist absolut ungefährlich
Es sind solch spärliche aber massiv exaktere Aussagen, die in der Diskussion selten verwendet und fast IMMER falsch verstanden werden. Die meisten Journalisten, NGO-Experten und Politiker haben von „Sievert“ keine Ahnung. Trotzdem prägen sie die Diskussion darüber mit einem bewundernswerten Selbstbewusstsein. Noch massiv schwieriger ist es für einen an Radioaktivität weder ausgebildeten noch interessierten Menschen, der diese Aussagen nun liest: Wenn er sich überhaupt Gedanken darüber macht, wird er sich trotzdem wenig über die Bedeutung der Aussage für sein Leben machen. Die sinnvolle Folgefrage eines Interessierten könnte sein, dass er nach der DOSIS fragt. Und erst mit der bekannten STRAHLENDOSIS, beginnt ein tieferes Verständnis Form anzunehmen … aber die Wahrheit kommt noch wesentlich komplexer daher.
Ja, es ist so: Wie bei chemischen Giftstoffen auch, sind die Dosis und die Einwirkungszeit die entscheidenden Faktoren, um Radioaktivität ungefährlich oder gefährlich wirken zu lassen. Leider wird selbst diese Erkenntnis von extremen Atomkraftgegnern hinterfragt. Man muss leider sagen, dass das Interesse an exakten Angaben zu wissenschaftlichen Erkenntnissen bei ideologisch denkenden Atomkraftgegnern äusserst schlecht entwickelt ist. Die Befürworter haben schon deshalb mehr Erkenntnis, weil sie sich mit Radioaktivität beruflich und eher wissenschaftlich befasst haben. Diese Gruppe der wissenschaftlich Denkenden (meist Befürworter) hat deshalb ein paar Vorteile in der Argumentation und einen grossen Nachteil:
Vorteil 1: Sie verstehen die extrem komplexe Materie um Radioaktivität und ihre Wirkung besser und finden deshalb meist auch die besseren Argumente. Es gibt unter ihnen auch kritische Stimmen, immer dann nämlich, wenn tatsächlich eine Gefahr besteht.
Vorteil 2: Sie wollen und können differenziert und meist ausgewogener argumentieren, weil sie oft über eine bessere Übersicht zu Kerntechnik verfügen und meist um die physikalischen Eigenschaften der dort verwendeten Stoffe wissen. Es kommt häufig vor, dass ehemalige Atomkraftgegner durch die ehrliche Auseinandersetzung zu vorsichtigen Befürwortern werden. Sie bewegen sich nahe einer möglichen Objektivität in der Frage, ob Kernkraft nun gefährlich ist oder nicht (es kommt eben auf die Situation an).
Nachteil: Mit dem Slogan „Radioaktivität ist ungefährlich“ würde sich kein Kernkraftbefürworter auf die Strasse wagen. Er wäre sich seiner wenig sinnvollen, ja der faktischen Unrichtigkeit seiner Aussage bewusst. An der Antiatom-Demo kommt es keinem Kernkraftgegner in den Sinn ein Plakat aufzuhalten auf dem die Gefährlichkeit von Radioaktivität exakt beschrieben ist. Das Plakat hätte eine unlesbare Schriftgrösse und eine nicht fassbare Mitteilungsgrösse. Der Atomkraftgegner hat auch den Vorteil, dass seine wenig sinnvollen Sprüche längst zum geistigen Inventar mehrerer Generationen gehören, die alle und immer nur daran haben glauben müssen und wollen. Ihnen kommt es nicht in den Sinn, komplexe Aussagen zu machen, wenn die einfachen Aussagen doch längst eingängig geworden sind und ihre fatale Wirkung in den Köpfen der Gesellschaft längst bewiesen haben: „Atomkraftwerke sind teuer und unnötig„, „Atomkraft tötet„, „Atomkraft ist gefährlich„, „Wir haben genügend Alternativen zu Atomkraft, nützen wir sie„. Oder noch besser der Slogan „Atomkraft abschalten„, er fasst alle längst gespeicherten Sprüche der Atomkraftgegner aus den letzten 60 Jahren Desinformation zusammen. Wie bei den braven Hunden funktioniert das bei einer grossen Masse an einfachen Geistern sehr gut: „Sitz„, „Platz„, „komm„, „warten„. Wie bei den beliebten Vierbeinern, hat eine komplexere Sprache für die Mitläufer der Linken keinen Sinn, wie die Hunde müssen sie nur verstehen und folgen. Aus genau diesem Grund schaffen es linke Aktivisten problemlos, 20’000 Leute für eine Anti-Atomdemo aufzubieten und dazu zu bringen, gemeinsam ihre politische Gleichschaltung zu feiern. Die Befürworter sind hier auf verlorenem Posten, weil es ihren Anhängern schlicht zu dumm ist, sich einer solchen Masse der Kritiklosigkeit anzuschliessen. Die zum Thema Kernkraft besser informierten Befürworter verstehen sich schon aus politischen Gründen nicht als Kollektiv, sondern als selber denkendes Individuum.
Die unterschiedlich wissenschaftliche Seriösität zwischen der gegnerischen Aussage „Atomkraft ist gefährlich“ und der faktisch wesentlich ehrlicheren Aussage der Befürworter „Atomkraft ist ungefährlich„, zeigt sich das Grundproblem in der Kernkraftdiskussion: Atomkraftgegner argumentieren oberflächlich, unseriös und unwissenschaftlich. Die Atomkraftbefürworter können das mit einer einfachen Aussage nicht auflösen, weil die Wahrheit viel komplexer daherkommt und deshalb nicht mit simplen Slogans vermittelt werden kann. Faktische Wahrheit ist eine echte Behinderung für die ausgewogene und offene Diskussion auf der Strasse oder in den Medien. Es ist die systemische und unlösbare Ungleichheit zwischen simpler Propaganda und der wesentlich komplexeren Aufklärung.
Kommt es dann mal zu einer Volksabstimmung haben die Atomkraftgegner immer den Vorteil, vereinfachte Aussagen schon hundertmal gemacht zu haben und sie damit in den Köpfen vieler Stimmbürger erneut abrufen zu können. Sind wir für einmal deutlich: Auch die relativ gebildete Schweiz hat eine Bevölkerung, deren Mehrheit ein einfaches Bedürfnis nach genug und günstiger Energie hat. Solange die Steckdose Strom liefert und die Tankstelle den Treibstoff für die Fahrt zum Shopping Center – was kümmert es die Leute? Eine Verschiebung der Zustimmung in Richtung Kernkraft findet nur dann statt, wenn aktuell eine Energiekrise ansteht. Es wirkt das seit Jahrtausenden erfolgreiche Prinzip der Angstmacherei. Schon die Bettelmönche des ausgehenden Mittelalters haben die Leute zu Busse und Abbitte gebracht, mit der simpel konstruierten Angst vor einer imaginären Gefahr (Höllenfeuer). Wegen dem weit verbreiteten Unwissen der einfachen Leute wiederholt sich bei jeder Havarie eines Atomkraftwerks irgendwo in der Welt ein Kippen der Stimmung zu Hysterie, Angst und Panik. Es ist eine Krux, dass ein grosser Teil der Stimmbürger nicht bereit sind, sich ehrlich über ein Abstimmungsthema zu informieren. Dieser Umstand wird seit ewigen Zeiten von Lügnern und Betrügern ausgenutzt. Seriöse Berichterstatter sind behindert in der Argumentation, weil sie mit einfachen Schlagworten keine präzisen Korrekturen machen können. Eine einfache Umkehrung der verlogenen Argumente würde im Kontext mit der mantraähnlichen Dauerberieselung durch Alarmisten auf jeden Fall seltsam empfunden: „Atomkraftwerke sind nicht gefährlich“, „Atomkraftwerke sind billig“, „Atomkraft ist Leben“, „Atomkraft ist sicher“. Man kann das so formulieren und erreicht die einfache Bevölkerung vielleicht etwas besser. Aber es sind immer noch leere Floskeln und das Problem der falsch verstandenen, zivilen Kernkraftnutzung kann nur überwunden werden, wenn sich ein grosser Teil des Stimmvolkes damit endlich seriös befassen würde.
Moderne Kernkraft ist ungefährlich
Auch diese Aussage ist eine Vereinfachung. Aber diese Vereinfachung ist gut belegt. Wer das nun wieder nicht glauben mag, hat zwei Möglichkeiten:
1. Sie oder Er glaubt es also nicht und lehnt die Kernkraft ab. Weil er oder sie darüber nichts weiss und auch nichts wissen will, werden die Beiden zum Spielball von politischer Propaganda, ideologischem Unsinn und medialer Oberflächlichkeit.
2. Er oder Sie glauben es nicht, machen sich aber mit ein paar guten Büchern darüber schlau (es sind wohl an die 150 Bücher und 200 Artikel). Sie sind nach ca. 2 Jahren intensives Studium in der Lage, die richtige Entscheidung zu treffen.
Niemand liest 150 Bücher und 200 Artikel, ausser es handelt sich um eine grundsätzliche Lebenseinstellung, sich immer und überall lesend, hörend und sehend zu entwickeln. Das ist möglich, für eine Volksabstimmung mit einem gut informierten Stimmvolk benötigt man aber mehr als die 5%, die sich für das Thema Kernkraft schlau gemacht haben. Es entstehen auch in modernen Demokratien wie die Schweiz Volksentscheide, die von einem schreienden Mob propagandistisch manipuliert wurden: Die Aktivisten einer Ideologie, die keine Zeit damit verschwendet, wissenschaftlich fundiert zu argumentieren. Es ist viel einfacher etwas herumzuschreien, Angst zu verbreiten und am Ende noch zu behaupten: „Wir sind hier die Lieben und Netten, weil wir Euch andauernd vor dieser und jener Gefahr warnen.“
Wer sich intensiver über die argumentatorischen Abgründe der Umweltbewegung informieren will, der kann das tun. Es gibt genug seriöse Literatur darüber. Man muss sich wohl einfach mal aus der angenehmen Blase von Instagram und TikTok herausbewegen und sich darüber informieren, was die Welt wirklich ausmacht.